Hilfreiches

„Über mich“

Ich finde, dass die schwierigste Seite auf einer Website immer die „Über mich“-Seite ist. Aber das gleiche lässt sich leider auch über Projektseiten und ähnliches sagen.

Ich will hier auch nicht behaupten, das Patentrezept für „Über mich“-Seiten zu haben. Meine eigene ist auch nicht perfekt. Aber ich will dir ein paar Anhaltspunkte mitgeben, die du beachten solltest.

Das Wichtigste bei der „Über mich“-Seite ist, dass du dir erstmal folgendes klar machst:
Wenn dir ein wildfremder Mensch seinen Lebenslauf vorlegt. Interessiert dich das besonders?

Ich kann nur für mich sprechen: Nein.

Keiner interessiert sich auf einer Website für einen tabellarischen Lebenslauf. Außer vielleicht ein Schüler, der ein Referat für die Schule vorbereiten muss.

Natürlich möchte man beim „Über mich“ etwas über den Besitzer der Website erfahren, aber dabei geht es für den Leser immer um die Frage:

Ist das für mich interessant?

Die „Über mich“-Seite ist DEIN Aushängeschild für deine (aktuellen und auch künftigen) Leser.

Demnach ist es sinnvoll, dem Leser zu zeigen, was du bieten kannst. Und zwar nicht in dem Sinne „guckt mal wie toll ich bin!“, sondern im Stil „diesen Mehrwert kann ich dir bieten“.

Seien wir doch mal ehrlich: Das Internet ist voll von allem möglichen. Es gibt auch unendlich viele Autoren. Also warum sollte der Besucher deiner Website ausgerechnet bei dir verharren?

Folgenden Aufbau finde ich sinnvoll:

1. Wer bist du? (ganz knapp)
Und mit ganz knapp meine ich maximal zwei Sätze. Könnte so aussehen:
„Hey, wie geht’s? Ich bin Max Mustermann, der Autor von „Tod im Auto“ 1-3!“

2. Was bietest du?
„Hast du schonmal eine Leiche im Kofferraum gehabt?“
Wichtig ist, hier Lust aufs Weiterlesen zu machen. Als Autor sollte das ja kein Problem sein. Zeige deine Vorzüge und Besonderheiten. Was unterscheidet dich von anderen Autoren?

3. Was zeichnet dich aus?
Warum meinst du, bist du geeignet, um dem Leser zu bieten, was du bei 2. versprichst? Hast du bereits einen Bestseller geschrieben? Hast du einen Preis gewonnen, Kurse besucht oder schon zahlreiche gute Rezessionen erhalten? Alle Erfolge, die du zu verbuchen hast, sind hier sinnvoll.

4. Wer bist du? (genauer)
Jetzt darfst du mehr von dir erzählen. Woher du kommst, wie du zum Schreiben gekommen bist… versuche hier bitte auf den Tabellen-Lebenslauf zu verzichten. Du bist Autor! Schreibe deine Geschichte! Sei kreativ und lass dir etwas einfallen, um sie spannend aufzubereiten!

5. Abschluss
Der Abschluss kann auf verschiedene Arten aufgebaut sein. Sinnvoll ist es, eine Anweisung zu geben, was der Besucher deiner Website nun tun könnte. Newsletter abonnieren, Blog lesen, auf Facebook folgen, Buch kaufen (bei Kaufaufforderung unbedingt gleich einen Link* dazu packen, sonst ist das gleich wieder vergessen!), …
Manchmal ergibt es auch Sinn, den Leser mit ins Boot zu holen, dass man gemeinsam etwas erreichen kann o. ä.
Ebenso sind Leserstimmen geeignet, die dann gleich Lust darauf machen, das Buch zu besorgen. Oder Leseproben. Aber das hängt auch davon ab, ob du eine eigene Buchseite hast (was sinnvoll ist).
*ich empfehle einen Link zur Autorenwelt

Weiterhin ist es in jedem Fall sinnvoll, ein professionelles Autorenfoto auf die Seite zu packen. Aufgrund von Corona war es mir leider noch nicht möglich, eines anfertigen zu lassen.
Wer sich keinen Fotografen leisten kann (unbedingt die Bildnutzungsrechte abklären!), der kann auch selbst eines machen. Allerdings Urlaubsfotos und sonstige Späße nur, wenn sie wirklich zu deiner Website passen und qualitativ hochwertig sind. Ich rate jedoch eher zu einem klassischen Portrait-Foto, da es ernstzunehmender wirkt.

Ansonsten kann dir die Suchmaschine behilflich sein. Klick dich mal durch diverse „Über mich“-Seiten durch und überlege dir: Welche gefallen mir und warum? Welche gefallen mir nicht und warum?

Wer noch mehr Tipps und Tricks möchte, kann sie sich direkt bei den Profis holen, zum Beispiel bei Sandra Holze oder Chimpify. Wer es autorenspezifisch haben möchte, wird bei vomschreibenleben fündig.

Also: nichts wie ran an die „Über mich“-Seite deiner Website!


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