Hilfreiches

Der perfekte Leser

Während meiner Schulzeit habe ich mich dagegen gewehrt, meine Zielgruppe beim Schreiben einzuschränken.

Was sollte das bringen? Die Geschichte soll der Lesen, dem sie gefällt. Warum sollte ich mich da irgendwelchen Einschränkungen unterwerfen?

Du kannst dir vorstellen, dass ich das inzwischen anders sehe.
Aber warum?

Wenn du ein Buch schreibst, ist es wichtig, dass du dir vorher Gedanken machst, wen dein Buch erreichen soll. Denn Hand aufs Herz: einen Roman zu verfassen, der alle Menschen gleichermaßen anspricht, ist unmöglich.

Das beginnt schon beim Schreibstil: für ein Grundschulkind schreibst du anders, als für einen Jugendlichen, Erwachsene oder Senioren. Dazu kommen noch die unterschiedlichen Bildungsschichten (wie komplex wird der Satzbau?) und auch das Buchgenre (Fantasy vs Sachbuch vs Krimi).

Aber auch das Geschlecht und die Interessen der Leserschaft sind von Bedeutung. Einen Zweitklässler wird man mit Prinzessinnengeschichten vermutlich nicht hervorlocken können – dann schon eher eine ZweitklässlerIN. Ein Pferdefan wird keine Fußballbücher lesen usw.

Auch andere Kriterien sind wichtig: Vielleser erwarten häufig komplexere und innovativere Geschichten, als Gelegenheitsleser. Menschen vom Dorf haben andere Sorgen und Gewohnheiten als Stadtmenschen. Ein reicher Manager möchte wahrscheinlich andere Inhalte lesen als ein Hartz IV-Empfänger.

Natürlich hat das Ganze auch marketingtechnische Zwecke. Dein perfekter Leser entscheidet, wie und womit du deine Veröffentlichung bewirbst und auch das Wo (z. B. erreichst du über Facebook die älteren, über Instagram die jüngeren Leser).

Jeder Mensch ist verschieden und um dein Schreibprojekt bestmöglich für den abschließenden Verkauf zu gestalten ist es notwendig zu wissen: für wen schreibe ich eigentlich mein Buch?

Du siehst, es ist sinnvoll, eine Zielgruppenanalyse durchzuführen! 🙂

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